Modifikation Feldhose

  • Hallo Leute,

    Ich werde mal mit meiner Feldhose anfangen.
    Eigentlich bin ich mit den normalen Feldhosen, die es in der Bundeswehr gibt recht zufrieden. Ich hatte nie das Bedürfnis nach einer Kommando-Hose mit riesigen Taschen, die normalen reichen mir von der Größe her aus.
    Nun benutze ich aber draußen eine Leg-Base, also so etwas wie ein Oberschenkelholster, nur mit einer MOLLE Aufnahme. Ich habe Kleinkram wie Brille (in Magazintasche) und Leatherman mit Zubehör dran sowie natürlich eine Drop-Pouch.
    Durch die Benutzung einer LEg-Base oder eines Oberschenkelholsters wird natürlich die entsprechende Beintasche komplett abgedeckt.
    Die kleine Firma gamsbokk bietet für Klettergurte eine Hose mit "untertunnelten" Beintaschen an und von dieser Idee habe ich mich inspirieren lassen. Das ganze ist bei meiner Hose etwas größer und grobschlächtiger, muss schließlich für den Gefechtsdienst taugen. Die originalen Beintaschen sind derweil hinter die neuen gewandert, sodass man sie immer noch nutzen kann.
    Außerdem habe ich Kniepolster integriert, da außen getragene Knieschoner beim Marschieren arg einschneiden. Ich bin mit der Hose noch nicht ewig weit gelaufen, hatte aber bisher keine Probleme.

    Verwendetes Material:

    • Feldjackenstoff, hauptsächlich Reste
    • Reststücken von einem Wolf-Sitzbezug
    • Canadian-Buttons
    • 15mm-Druckknöpfe
    • Klettverschluss für die Kniepolstertaschen
    • Nieten für die Ecken der Taschen
    • Kniepolster von engelbert-strauss, einem Laden für Berufsbekleidung

    Sollte Bedarf an Datailaufnahmen bestehen oder es Fragen geben, naja dafür ist das Forum ja da :winking_face:

    MfG
    Philipp


    Edited once, last by philM. (March 8, 2012 at 4:07 PM).

  • Hi.

    Die Idee gefällt mir sehr mit der Untertunnelung. :thumbs_up: Bin auch ein Freund von Legbases und Kniepolstern.
    Strauss kenne ich, die machen gute Qualität. Wer ein Kniepolster in Billigversion haben will kann aber auch eine alte BW-ISO-Faltmatte zerschneiden und mit Kleber doppeln (Knickzone seitlich 2-3 x einschneiden). :winking_face:
    Aus interesse, stört Dich nicht, dass das Equipment vorne sitzt?
    Spürt man beim einbeinigen Hocken oder auch Liegen (Hinwerfen) nicht harte Gegenstände in der Tasche?
    Bin selbst schon mal länger mit Kniepolstern in einer ACU-Hose gelaufen. Macht normalerweise wenig Probleme.

    Gruß
    Robert73

  • Hi,

    Die Kniepolster bemerkt man schon, aber sie sind ja aus Schaumstoff, ohne Hartschale und daher ziemlich flexibel. Man könnte sie kleiner machen aber ich habe lieber die Sicherheit, dass ich auf einem Stückchen Kniepolster lande, wenn ich mich abhocke, egal, wie verdreht das Hosenbein ist, daher sind sie etwas größer als unbedingt notwendig.
    Vor allem aber, gibt es jetzt keine Gurte mehr, die einschneiden. Ich benutzte/benutze sonst die Knieschoner von Blackhawk/Hellstorm aus Neopren, die eigentlich sehr bequem sind, aber eben einschneiden, wenn Du sie eng anlegst, gerade bei längerem Tragen.

    Zu den Taschen:
    Naja, das kommt darauf an, was Du in die Taschen hinein tust.
    Beim normalen Gehen stört es nicht, wenn sie voll sind, auch nicht beim Abhocken und im liegen - naja das schiebt sich halt irgendwie zurecht, wenn man länger liegt. Und Gleiten, na das war ja noch nie angenehm. Diese Thematik ist bei Chest-Rigs ähnlich, wo Du auch ALLES vor der Brust hast.
    Ich habe immer Schreibzeug/Karten/Befehle, etc., Verbandszeug, Kamera und Handschuhe drin und bei Bedarf vielleicht kurzzeitig Kampfmittel. Bisher hatte ich damit keine Probleme.

    Halt, außer natürrlich, wenn man auf dem Bauch, Kopf voran durch ein Fentster im ersten Stock ein Gebäude betreten möchte. :wacko:
    Dann bleibt man nämlich am Fensterbrett hängen, aber vorher schon mit den Magazintaschen an Chest-Rig oder Koppel, von daher...
    Diese Methode sollte man also unter allen Umständen vermeiden :winking_face:

    MfG
    Philipp

  • Hallo,

    interessanter Umbau der Hose! Mich würden die beiden großen Taschen direkt vorne auf dem Oberschenkel vermutlich stören, weil beim Laufen ja immer die Oberschenkel in der Hose hoch und runter arbeiten. Je größere Schritte (also im Gelände) man macht, desto mehr. Aber ok.

    Frage: Wie hast Du die nach hinten versetzte Tasche angenäht? Ich sehe eine Doppelnaht mit schwarzem Faden - aber ist die von Hand gemacht? Oder mit der Maschine? Wenn mit Maschine: hast Du da die Hose aufgetrennt oder hast Du die Hose mit der Taille voran über den Nähtisch gezogen?

    Gruß,
    Joe

  • Hallo,

    Tut mir leid, dass ich erst jetzt antworte, aber ich war eine Weile nicht in der Gegend.

    Das mit den störenden Oberschenkeltaschen höre ich sehr oft und ich kann es in gewisser Weise auch verstehen. Ich kann dazu nur wieder sagen, dass sie mich überhaupt nicht stören oder nicht mehr, als volle Beintaschen. Sie bieten darüber hinaus aus meiner Sicht einige Vorteile:
    1. Der Grund, weshalb sie überhaupt enstanden sind: Man kann ein Oberschenkelholster oder ein Leg-Base verwenden, ohne die Tasche darunter "zu verlieren". Das klappt in dieser Form sehr gut.
    2. Insbesondere in engen Fahrzeugen (ESK MUNGO!!!) hat jemand von meiner Größe arge Schwierigkeiten, an die Beintaschen zu kommen. Diese Oberschenkeltaschen vorn machen das viel einfacher im Sitzen.
    3. Ich komme an keine Tasche schneller ran, auch nicht an die normalen Beintaschen. Das mag aber mitunter nicht an der Position der Taschen gelegen haben, sondern eventuell auch einfach an deren Größe und den Patten.

    Die Beintaschen habe ich selbst nach hinten versetzt. Das habe ich genauso mit der Maschine gemacht, wie die Taschen für die Knieschoner. Das ist zwar immer etwas fummlig, aber man kann eigentlich fast alles, wie Hosenbeine und Ärmel an der Maschine nähen, wenn man sich Mühe gibt. Anfangs habe ich solche Sachen noch mit der Hand genäht, aber man muss an der Maschine nur höllisch aufpassen, wie man das Stück zuführt und darauf achten, nicht die Rückseite anzunähen. Das ist natürlich eine ziemliche Fummelei und ab und an wird man aus Versehen die Rückseite mit annähen...

    Die Hose liegt zur Zeit trotzdem auf Eis, da sie jetzt zum dritten oder vierten mal im Schritt aufgerissen ist. Ich weiß nur noch nicht, ob es am Schnitt lag (veränderte Kraftwirkung) oder ob ich einfach eine schlechte Feldhose erwischt hatte. Für letzteres sricht, dass keine MEINER Nähte gerissen ist und mir das gleiche letztes Jahr noch mit ZWEI weiteren, normalen Feldhosen beim Abhocken passiert ist.

    Hier das entsprechende Bild...

    MfG
    Phil

  • Quote

    Die Hose liegt zur Zeit trotzdem auf Eis, da sie jetzt zum dritten oder vierten mal im Schritt aufgerissen ist. Ich weiß nur noch nicht, ob es am Schnitt lag (veränderte Kraftwirkung) oder ob ich einfach eine schlechte Feldhose erwischt hatte. Für letzteres spricht, dass keine MEINER Nähte gerissen ist und mir das gleiche letztes Jahr noch mit ZWEI weiteren, normalen Feldhosen beim Abhocken passiert ist.


    Hmm... das ist ja eher die Eingriff-"Baugruppe", die da gerissen ist, oder? Und gerade im oberen Bereich ist es ja auch der Stoff und keine Naht. Schwierig zu sagen, woran das liegt. Wenn Du Deine Taschenkonstruktion in Verdacht hast, kannst Du ja einfach mal

    • mit einer "veränderten" (sprich: Taschen nach vorne) und einer
    • originalen Hose


    nacheinander abhocken und fühlen, ob da unterschiedliche Kraftverteilungen in der Nähe des Eingriffs sind. Wenn ja, dann hat es halt was mit deinen Taschen zu tun...

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