Herstellung
Polyamid ist eine Chemiefaser. Die bekannteste Polyamidfaser ist Nylon und wurde 1935 von der Firma Du Pont entwickelt. Nylon beschreibt dabei den Handelsnamen für Polyamid 6 und Polyamid 6.6. Ausgangsmaterial für die textile Faser ist ein Polyamidgranulat, welches beim Schmelzspinnverfahren geschmolzen und durch Spinndüsen gepresst wird. Im Anschluss wird die Spinnmasse nach dem Austritt aus der Spinndüse durch Kaltluft abgekühlt und es erfolgt eine Verstreckung auf die drei- bis vierfache Länge. Die entstandenen Polyamidfilamente werden im nächsten Schritt entweder zu Spinnfasern weiter verarbeitet oder texturiert.
Einsatzgebiete
In der Textilindustrie wird Nylon (Polyamid 6, Polyamid 6.6) für die Produktion von Bekleidung, Heim- und technischen Textilien wie CORDURA® und X-Pac® eingesetzt. Es findet Anwendung bei der Herstellung von Zelten, Tarps, Rucksäcken, Taschen, Segel, Paraglidern und Ausrüstung für Behörden. Weitere Gruppen von Polyamiden sind die Aramide.
Vorteile von Polyamid:
hohe Reiß- und Scheuerfestigkeit
elastisch und knittert wenig
hohe Dehnbarkeit von 20% - 80% , sowohl im nassen und trockenen Zustand
beständig gegen Fäulnis & Bakterien
atmungsaktiv
Nachteile von Polyamid:
Materialdehnung unter Einwirkung von Feuchtigkeit 3,5-4,5%
beschleunigte Alterung und Verlust von Festigkeit bei intensiver Lichteinstrahlung
verottet nicht
hohe Rohstoffkosten