Der Horizontalgreifer wurde das erste Mal von Singer 1935 auf der Singer 66 eingeführt und funktioniert nach dem selben Prinzip wie der der doppelte Umlaufgreifer. Er besteht jedoch aus einer herausnehmbaren Spulenaufnahme mit "Drop-In System" für die Unterfadenspule und kommt ganz ohne Spulenkapsel aus. Der Haltemachanismus besteht bei älteren Nähmaschinen aus einem Klemmmechanismus mit Federn oder Schrauben. Bei moderneren Maschinen wird die Spulenaufnahme durch einen starken Magneten in Position gehalten. An der Aufnahme selbst lässt sich dann die Fadenspannung mittels kleinem Schraubendreher einstellen. Ein großer Vorteil ist ebenso eine hohe Anzahl an möglichen Stichen in Abhängigkeit der Motorisierung und dass die Spulenaufnahme ohne viel Aufwand entfernt und gereinigt werden kann. Zudem benötigt das System keine zusätzliche Schmierung durch Öl. Ein Nachteil ist jedoch, dass sowohl Spulenaufnahme und Spule bei üblichen Haushaltsnähmaschinen aus Kunststoff bestehen und von Zeit zu Zeit als Verschleißteile ausgewechselt werden müssen.
Quelle: